21.8 Funktionen 

21.8.1 Ausführung nur bei Aufruf 

Wenn Sie ein umfangreiches Skript erstellen, sollten Sie es in seine einzelnen Funktionen aufteilen. Funktionen sind Blöcke, die erst dann ausgeführt werden, wenn sie aufgerufen werden. Anderenfalls werden die Funktionen, anders als Befehle, bei der Abarbeitung einfach ignoriert. Welchen Namen Sie einer Funktion geben, ist Ihrer Fantasie überlassen. Sie dürfen lediglich, wie auch bei Variablen, keine von der AppleScript-Syntax reservierten Wörter verwenden und sollten, damit Sie leichter die Übersicht in Ihrem Code behalten, einen aussagekräftigen Namen verwenden. Zur Definition einer Funktion dient der Befehl on, gefolgt vom Namen der Funktion:
on Warnung () beep end Warnung Warnung ()
Führen Sie dieses Skript aus, so erklingt der Warnton genau einmal. Löschen Sie die letzte Zeile, geschieht gar nichts mehr. Die Funktion wird dann zwar definiert, aber nicht aufgerufen. Die Klammern () haben die Aufgabe, Variablen zu übernehmen.
21.8.2 Lokale Variablen übergeben 

Bei Funktionen verhält es sich so, dass die Variablen, die darin definiert werden, Befehlen außerhalb der Funktion nicht zur Verfügung stehen und umgekehrt. Man spricht hier von lokalen Variablen, die nur innerhalb der Funktion gelten.
Wenn Sie eine Variable übergeben möchten, dann geben Sie diese innerhalb der Klammern an, wie in dem folgenden Skript:
on Ausgabe (Datei) set Sprechen to Datei as string set Speicherort to choose file name say Sprechen saving to Speicherort end Ausgabe on Auswahl () set Datei to choose file return Datei end Auswahl set Datei to Auswahl () Ausgabe (Datei)
Dieses Skript besteht aus zwei einfachen Funktionen, die mit den letzten zwei Zeilen aufgerufen werden. Zuerst wird der Variablen Datei der Rückgabewert der Funktion Auswahl zugewiesen. Welchen Wert diese Variable hat, wird mit dem Befehl return definiert. Sie können in einer Funktion beliebig viele Variablen verwenden. Diejenige, die das Skript in diesem Fall an den Befehl set zurückgeben soll, wird mit return definiert. Nachdem die Variable Datei nun einen Dateinamen enthält, wird sie mit dem Aufruf Ausgabe (Datei) an die Funktion übergeben. Sie steht nun unter gleichem Namen – es könnte auch ein anderer Name vergeben werden – in der Funktion zur Verfügung. Zuerst wird sie in einen Text konvertiert und der Variablen Sprechen zugewiesen. Ergänzen Sie den Befehl say um den Zusatz saving to, so wird der gesprochene Text in einer Sprachdatei vom Format .aif gespeichert. Vorher wird jedoch noch mit choose file name ein Name für die zu speichernde Datei vergeben. Sie können sich die so gespeicherte Sprachausgabe mit dem QuickTime Player oder iTunes anhören.




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